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Kiebitzflieger.be |
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Das Ziel dieser Webseite ist es Ihnen unser Projekt vorzustellen
der Bau von 4
Kiebitz-Doppeldecker UL's.
Wie
kamen wir auf diese Idee, werden Sie uns fragen. Raoul, Commercial Heli und
Fixed Wing-Pilot mit IFR-Rating wollte schon immer seinen eigenen Doppeldecker
fliegen. Philippe fährt voll auf's Fliegen ab und hat schon alles ausprobiert :
Fallschirm, Flugschirm, Segelflug, UL, Flugzeug und Heli. Doch ihm fehlt das
nötige Kleingeld um seinen Kopf dauernd in die Wolken zu stecken. Charly,
ein Virtuose der Drehbank und der Fräse ist durch alles was Feinmechanik
betrifft angezogen. Gerd, Unternehmer, ist seit jeher von der Fliegerei
fasziniert.
Die
Einzige Möglichkeit diese Träume zu vereinen ist es, .... UNSER EIGENES
FLUGZEUG ZU BAUEN ! Welches Vorhaben ! Sind wir dazu fähig ? Doch gehen wir nochmals an den Anfang zurück.
Im
August entscheiden sich Raoul und ich ein Flugzeug zu bauen. Schnell stellen wir uns folgende Fragen:
Wir entscheiden uns sehr schnell für einen Doppeldecker. Im Freien, der Kopf zwischen zwei Flügeln, kann durch nichts in der Welt ersetzt werden! Wenn wir dann noch zu mehreren fliegen ist das Spaß³ (lese : Spaß hoch 3). So ist es dann auch logisch, dass wir uns entschließen gleich 2 Flugzeuge zu bauen!
Unsere
Suche startet
natürlich
zuerst im
Internet. Mitte August schickt Raoul mir folgenden Link :
www.kiebitzflieger.de
Beim
Anblick des ersten Fotos weiß ich: diesen Flieger brauchen wir!
Die
Webseite ist in deutscher Sprache und so ist es für mich nicht ganz einfach
etwas zu verstehen.
In
der ALTAVISTA-Suchmaschine suche ich nach weiteren Fotos der Maschine. Meine
ersten Eindrücke bestätigen sich : dieses UL hat wirklich einen Super Look. Raoul verliert keine Zeit und nimmt sofort Kontakt mit Michael PLATZER auf, der den "Vogel" entwickelt hat.
Anfang
September haben wir schon eine Menge Infos. Doch, ... wo fangen wir an zu
bauen? Wir könnten in unseren jeweiligen Garagen anfangen, doch haben wir
ausgemacht, dass wir uns beidseitig unterstützen.
Raoul
spricht mit Charly über unser Vorhaben. Ohne viel zu überlegen möchte Charly
auch einen Flieger bauen. Erst bauten wir 2 Flieger, nun schon 3 !
Charly,
in der Metallverarbeitung spezialisiert, wird uns eine große Hilfe sein wenn es
darum geht schwierige Teile oder Hilfswerkzeuge herzustellen!
Die
Suche nach Auskünften im Internet geht zügig voran. Raoul bestellt seine
Pläne bei Michael PLATZER. Vor einigen Monaten hatten wir mit Gerd von unserem Vorhaben gesprochen. Er hatte uns damals gesagt er würde uns seine Halle zur Verfügung stellen. Jetzt waren wir auf der Suche nach einem geeigneten Platz. Raoul spricht ihn noch mal an und ruft mich gleich danach zurück : "wir waren zu dritt, jetzt sind wir zu viert".
Ende
September macht Raoul eine Woche Urlaub in der Türkei. In dieser Woche ruft
Björn, sein Sohn, mich an : "Die Pläne sind angekommen".
Sofort
schicke ich Raoul eine SMS : "SETZ DICH IN DEN FLIEGER,... PLÄNE SIND
ANGEKOMMEN,... HOLE DICH IN 2 STUNDEN AM FLUGHAFEN AB".
Im
Oktober und November 2003 suchen wir vor allem nach Lieferanten für Alu-Rohre,
Bleche, Holz, usw. Nicht einfach, denn die Preise schwanken von einfach bis
doppelt. Wir stellen die Hellinge für die Rippen her.
Ende
November erhalten wir die ersten Alu-Rohre. Leider fehlen uns die 55er und 60er
Rohre und die Anzahl 28er stimmt nicht mit der Bestellung überein. Wir haben
200 Meter in 5 Meter Längen bestellt, doch leider werden nur etwa 106 Meter
geliefert und nur ein Teil in 5 Meter Längen !
Mitte
Dezember bekommen wir das Holz für die Rippen sowie die lasergeschnittenen
Bleche. Danke Jacques "AUTOCAD" Deboutez für die geleistete Arbeit
und das Eingeben der Teile im AUTOCAD-Format der 146 verschiedenen Bleche.
Die
Weihnachtsferien sind vorbei. Alle Rohre sind zugeschnitten und wir ziehen in
Gerd's Halle um. Am 27 Dezember fange ich mit den ersten Rippen an. Anfangs sind es 3 täglich.
Ich
muss 5 verschieden Rippen herstellen. Insgesamt brauchen wir 132 Stück für 4
Flugzeuge. Alle nebeneinander aufgereiht würde das einen Flügel von 60 Metern
Spannweite ergeben. Ende Februar sind alle Rippen fertig. Die Montage des Rumpfes fängt am 17. Januar 2004 an. An dem Tag stellen wir 2 Rumpfhälften her. Alles passt haargenau. Es müssen lediglich kleinere Korrekturen gemacht werden. Mastinox, Knotenbleche, Alurohre und Nieten stehen gut zueinander. Ist auch gut so, denn sie müssen lange miteinander vorlieb nehmen! Die Monate verstreichen und der Bau geht zügig voran. Wir stoßen auf keine unüberwindbaren Probleme. Raoul wird durch das Lokal-Fernsehen eingeladen. Die Besuche in der halle häufen sich. Einige möchten uns freiwillig in unserem Projekt unterstützen. So z.B. Hans, ein pensionierter Mirage V-Mechaniker, Heinz (ehemaliger Mathe-Lehrer, jetzt im Gesundheitswesen tätig, und seit den 70ern Privatpilot) und Sascha (Bundesbürger mit einer Ingenieur Ausbildung im Luftfahrtbereich). November 2004, eine Clubgründung ist unumgänglich. Alles wird in die Wege geleitet und der « Aeroclub der Drei Grenzen » wird gegründet und im Belgischen Staatsblatt publiziert. Die Akte wird am 15. November der Handelskammer Eupen vorgelegt. Paul, auch Pilot bei der belgischen Armee, findet unser Vorhaben toll und besucht uns im Februar 2005 in der halle. Er verliebt sich spontan in den Kiebitz und fragt ob es möglich ist sich dem Projekt anzuschließen. Hans (ihr erinnert euch, der Mirage-Mechaniker!), dem die Arbeit in unserer Gruppe Spaß macht und der auch schon mit dem Gedanken vom Bau "seines" Kiebitz spielte, sieht sich bestätigt und fängt zusammen mit Paul den Bau von 2 weiteren Kiebitzen an. Die belgische "Kiebitz-Staffel" wächst um 2 weiter Kiebitzflieger. Im Juli 2005, erleben wir einen Rückschlag in dieser Idylle. Obwohl beim Bau unserer Flieger alles gut verläuft entscheidet sich Charly aufzuhören. Er kann nicht die Zeit aufbringen um die Fräs- und Drehteile zu fertigen, da er an seinem Arbeitplatz Überstunden und Überstunden "kloppen" muss. Wir verlieren einen Grundstein in unserem Vorhaben und müssen uns nun nach einem Dreher-Fräser umsehen. Francisco, ein Bekannter von Hans, bietet sich an um uns zu als Fräser zu unterstützen. Im September stehen die 4 ersten Flieger vor dem Bespannen und erleben ihre erste Feuertaufe am 8. Oktober 2005: Michael Platzer nimmt die Rohbauabnahme vor. Und nun? Bespannen,... lackieren,... montieren, wir haben's eilig in die Lüfte zu kommen!
Viel Spaß beim surfen auf unserer Homepage
Philippe
(Übersetzung aus dem Französischen durch Raoul Severin) |
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