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Das Ziel dieser Webseite ist es Ihnen unser Projekt vorzustellen

der Bau von 4 Kiebitz-Doppeldecker UL's.

Wie kamen wir auf diese Idee, werden Sie uns fragen. Raoul, Commercial Heli und Fixed Wing-Pilot mit IFR-Rating wollte schon immer seinen eigenen Doppeldecker fliegen. Philippe fährt voll auf's Fliegen ab und hat schon alles ausprobiert : Fallschirm, Flugschirm, Segelflug, UL, Flugzeug und Heli. Doch ihm fehlt das nötige Kleingeld um seinen Kopf dauernd in die  Wolken zu stecken. Charly, ein Virtuose der Drehbank und der Fräse ist durch alles was Feinmechanik betrifft angezogen. Gerd, Unternehmer, ist seit jeher von der Fliegerei fasziniert.

Die Einzige Möglichkeit diese Träume zu vereinen ist es, .... UNSER EIGENES FLUGZEUG ZU BAUEN !

Welches Vorhaben ! Sind wir dazu fähig ? Doch gehen wir nochmals an den Anfang zurück.

Im August entscheiden sich Raoul und ich ein Flugzeug zu bauen.

Schnell stellen wir uns folgende Fragen:

  • Bauen wir ein Flugzeug oder jeder sein eigenes ?

  • Was für ein Flugzeug soll es sein ?

  • Flugzeug oder Ultraleicht ?

  • Wo soll gebaut werden ?

  • Wie hoch liegen die Kosten ?

  • Ein Kit oder nur Pläne ?

  • Holzbauart, GFK, Mischbauweise ?

  • Haben wir das benötigte Know-How ?

  • Wie denken unsere Frauen darüber ?

  • Wie sieht es mit dem benötigten Werkzeug aus ?

  • Wie hoch ist der Zeitaufwand ?  

Wir entscheiden uns sehr schnell für einen Doppeldecker. Im Freien, der Kopf zwischen zwei Flügeln, kann durch nichts in der Welt ersetzt werden! Wenn wir dann noch zu mehreren fliegen ist das Spaß³ (lese : Spaß hoch 3). So ist es dann auch logisch, dass wir uns entschließen gleich 2 Flugzeuge zu bauen!

Unsere Suche startet natürlich zuerst im Internet. Mitte August schickt Raoul mir folgenden Link : www.kiebitzflieger.de

Beim Anblick des ersten Fotos weiß ich: diesen Flieger brauchen wir!

Die Webseite ist in deutscher Sprache und so ist es für mich nicht ganz einfach etwas zu verstehen.

In der ALTAVISTA-Suchmaschine suche ich nach weiteren Fotos der Maschine. Meine ersten Eindrücke bestätigen sich : dieses UL hat wirklich einen Super Look.

Raoul verliert keine Zeit und nimmt sofort Kontakt mit Michael PLATZER auf, der den "Vogel" entwickelt hat.

Anfang September haben wir schon eine Menge Infos. Doch, ... wo fangen wir an zu bauen? Wir könnten in unseren jeweiligen Garagen anfangen, doch haben wir ausgemacht, dass wir uns beidseitig unterstützen.

Raoul spricht mit Charly über unser Vorhaben. Ohne viel zu überlegen möchte Charly auch einen Flieger bauen. Erst bauten wir 2 Flieger, nun schon 3 !

Charly, in der Metallverarbeitung spezialisiert, wird uns eine große Hilfe sein wenn es darum geht schwierige Teile oder Hilfswerkzeuge herzustellen!

Die Suche nach Auskünften im Internet geht zügig voran. Raoul bestellt seine Pläne bei Michael PLATZER.

Vor einigen Monaten hatten wir mit Gerd von unserem Vorhaben gesprochen. Er hatte uns damals gesagt er würde uns seine Halle zur Verfügung stellen. Jetzt waren wir auf der Suche nach einem geeigneten Platz. Raoul spricht ihn noch mal an und ruft mich gleich danach zurück : "wir waren zu dritt, jetzt sind wir zu viert".

Ende September macht Raoul eine Woche Urlaub in der Türkei. In dieser Woche ruft Björn, sein Sohn, mich an : "Die Pläne sind angekommen".

Sofort schicke ich Raoul eine SMS : "SETZ DICH IN DEN FLIEGER,... PLÄNE SIND ANGEKOMMEN,... HOLE DICH IN 2 STUNDEN AM FLUGHAFEN AB".

Im Oktober und November 2003 suchen wir vor allem nach Lieferanten für Alu-Rohre, Bleche, Holz, usw. Nicht einfach, denn die Preise schwanken von einfach bis doppelt.  Wir stellen die Hellinge für die Rippen her.

Ende November erhalten wir die ersten Alu-Rohre. Leider fehlen uns die 55er und 60er Rohre und die Anzahl 28er stimmt nicht mit der Bestellung überein. Wir haben 200 Meter in 5 Meter Längen bestellt, doch leider werden nur etwa 106 Meter geliefert und nur ein Teil in 5 Meter Längen !

Mitte Dezember bekommen wir das Holz für die Rippen sowie die lasergeschnittenen Bleche. Danke Jacques "AUTOCAD" Deboutez für die geleistete Arbeit und das Eingeben der Teile im AUTOCAD-Format der 146 verschiedenen Bleche.

Die Weihnachtsferien sind vorbei. Alle Rohre sind zugeschnitten und wir ziehen in Gerd's Halle um.

Am 27 Dezember fange ich mit den ersten Rippen an. Anfangs sind es 3 täglich.

Ich muss 5 verschieden Rippen herstellen. Insgesamt brauchen wir 132 Stück für 4 Flugzeuge. Alle nebeneinander aufgereiht würde das einen Flügel von 60 Metern Spannweite ergeben. Ende Februar sind alle Rippen fertig.

Die Montage des Rumpfes fängt am  17. Januar 2004 an. An dem Tag stellen wir 2 Rumpfhälften her. Alles passt haargenau. Es müssen lediglich kleinere Korrekturen gemacht werden. Mastinox, Knotenbleche, Alurohre und Nieten stehen gut zueinander. Ist auch gut so, denn sie müssen lange miteinander vorlieb nehmen!

Die Monate verstreichen und der Bau geht zügig voran. Wir stoßen auf keine unüberwindbaren Probleme. Raoul wird durch das Lokal-Fernsehen eingeladen. Die Besuche in der halle häufen sich. Einige möchten uns freiwillig in unserem Projekt unterstützen. So z.B. Hans, ein pensionierter Mirage V-Mechaniker, Heinz (ehemaliger Mathe-Lehrer, jetzt im Gesundheitswesen tätig, und seit den 70ern Privatpilot) und Sascha (Bundesbürger mit einer Ingenieur Ausbildung im Luftfahrtbereich).

November 2004, eine Clubgründung ist unumgänglich. Alles wird in die Wege geleitet und der « Aeroclub der Drei Grenzen » wird gegründet und im Belgischen Staatsblatt publiziert. Die Akte wird am 15. November der Handelskammer Eupen vorgelegt.

Paul, auch Pilot bei der belgischen Armee, findet unser Vorhaben toll und besucht uns im Februar 2005 in der halle. Er verliebt sich spontan in den Kiebitz und fragt ob es möglich ist sich dem Projekt anzuschließen.

Hans (ihr erinnert euch, der Mirage-Mechaniker!), dem die Arbeit in unserer Gruppe Spaß macht und der auch schon mit dem Gedanken vom Bau "seines" Kiebitz spielte, sieht sich bestätigt und fängt zusammen mit Paul den Bau von 2 weiteren Kiebitzen an.

Die belgische "Kiebitz-Staffel" wächst um 2 weiter Kiebitzflieger.

Im Juli 2005, erleben wir einen Rückschlag in dieser Idylle. Obwohl beim Bau unserer Flieger alles gut verläuft entscheidet sich Charly aufzuhören. Er kann nicht die Zeit aufbringen um die Fräs- und Drehteile zu fertigen, da er an seinem Arbeitplatz Überstunden und Überstunden "kloppen" muss. Wir verlieren einen Grundstein in unserem Vorhaben und müssen uns nun nach einem Dreher-Fräser umsehen.

Francisco, ein Bekannter von Hans, bietet sich an um uns zu als Fräser zu unterstützen.

Im September stehen die 4 ersten Flieger vor dem Bespannen und erleben ihre erste Feuertaufe am 8. Oktober 2005: Michael Platzer nimmt die Rohbauabnahme vor.

Und nun? Bespannen,... lackieren,... montieren, wir haben's eilig in die Lüfte zu kommen!

 

Viel Spaß beim surfen auf unserer Homepage

 

Philippe

 

(Übersetzung aus dem Französischen durch Raoul Severin)

 

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